Evangelische Landeskirche in Baden

Die Friedensarbeit in der Evangelischen Landeskirche in Baden orientiert sich am Konzept des „gerechten Friedens“, dass das jahrhundertelang von den Kirchen mitgetragene Konzept des „gerechten Kriegs“ abgelöst und überwunden hat. Unter dem Eindruck der Verheerungen des 2. Weltkriegs 1948 erklärte der Ökumenische Rat der Kirchen bei seiner Gründung unter der Überschrift „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“: „Krieg als Methode zur Beilegung von Konflikten ist unvereinbar mit der Lehre und dem Beispiel unseres Herrn Jesu Christi. Die Rolle, die Krieg in unserem gegenwärtigen internationalen Leben spielt, ist eine Sünde gegen Gott und eine Entwürdigung des Menschen.“ Später wurde dies angesichts der Bedrohung durch Massenvernichtungsmittel erneut reflektiert: So erklärte die badische Landessynode 1990: „Das Zeitalter der Massenvernichtungswaffen macht unübersehbar klar, dass ein ge­rechter Krieg nicht möglich ist. Krieg scheidet darum als Mittel der Politik aus und darf nach Gottes Willen nicht sein“.

Der „gerechte Friede“ wird nicht als Zustand verstanden, sondern als ein Prozess, ein Weg auf dem sich Gewaltfreiheit und Gerechtigkeit für Menschen und Schöpfung durchsetzen.

Der Friedensethische Prozess "Kirche des gerechten Friedens werden"

Im Evangelischen Oberkirchenrat ist „Frieden und Gerechtigkeit“ wichtiges Thema in allen Abteilungen.

In der Arbeitsstelle Frieden steht vor allem die gewaltfreie Konfliktbearbeitung und der friedensethische Prozess "Kirche des gerechten Friedens werden" der Landeskirche im Mittelpunkt. Informationen zu diesem Themenbereich finden Sie unter "Kirche des gerechten Friedens werden". Das Forum Friedensethik (FFE) begleitet kritisch die Evangelische Landeskirche in Baden auf ihrem Weg zur Kirche des Friedens.

Pilgrimage of Justice and Peace: Die Abteilung „Mission & Ökumene“ engagiert sich für den vom ÖRK ausgehenden Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens (Pilgrimage of justice and peace).

Kontakt / Ansprechpartner: 

Vertreten durch: Stefan Maaß