Die Evangelischen Akademien in Deutschland

Die Evangelischen Akademien in Deutschland haben die Aufgabe, gesellschaftliche Entwicklungen in ihren unterschiedlichsten Dimensionen zu reflektieren, protestantische Perspektiven zu eröffnen und zur Demokratisierung unserer Gesellschaft beizutragen. Dies war der Gründungsauftrag, in dem sich gestern wie heute die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch den Protestantismus ausdrückt. Der Sinn dieses Auftrages erfordert es, ihn immer wieder neu zu konkretisieren. Die selbstreflexive Auseinandersetzung mit sich abzeichnenden gesellschaftlichen wie kirchlichen Veränderungen ist eine zentrale Dimension der Arbeit der einzelnen Evangelischen Akademien wie des bundesweiten Zusammenschlusses von derzeit 17 Evangelischen Akademien.

Angebunden an die jeweiligen Landeskirchen befinden sich die Akademien an unterschiedlichen Standorten in Deutschland. Die Evangelischen Akademien arbeiten eng mit anderen kirchlichen Zentren und Organisationen der Zivilgesellschaft in Deutschland und Europa zusammen und pflegen auch weltweit entsprechende Kontakte und Kooperationen. Mit ca. 2.000 Veranstaltungen pro Jahr erreichen sie mehr als 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie sind damit ein großer Akteur der Zivilgesellschaft und haben sich in ihrer über 60jährigen Geschichte das Vertrauen vieler Verantwortlicher aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und NGOs erworben. Die Evangelischen Akademien in Deutschland laden Sie ein zur Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen, Fragen der Umwelt, Naturwissenschaft, Medizin, Kunst, Medien, Psychologie, Philosophie und natürlich Theologie. In landschaftlich und architektonisch schönem Ambiente bieten die Akademien eine Plattform für die gründliche Beschäftigung mit Themen, die unsere Gesellschaft maßgeblich beeinflussen. Die grundlegenden Leitideen dafür sind auf der Basis der biblischen Botschaften Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.

Die Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) führen seit dem Jahr 2012 das Diskursprojekt „Dem Frieden in der Welt zu dienen…“ durch. Ziele der in den verschiedenen Evangelischen Akademien durchgeführten Veranstaltungen sind "Evaluation, ethische Reflexion und Unterstützung der Policy-Entwicklung". Die Policy-Orientierung dieses Projekts bedeutet, dass evangelische Friedensethik und das Leitbild des Gerechten Friedens in politische, militärische und wirtschaftliche Kontexte hinein anschlussfähig formuliert werden.

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Vertreten durch: Uwe Trittmann