12.04.2019

Von der Leyen leitet UN-Sitzung über mehr Frauen bei Blauhelmen

epd

Genf/New York (epd). Unter Leitung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat der Weltsicherheitsrat über eine stärkere Beteiligung von Frauen an UN-Friedensmissionen debattiert. Von der Leyen lud am Donnerstag in New York die truppenstellenden Staaten ein, neue Strategien für einen vermehrten Einsatz der Frauen bei der internationalen Friedenssicherung zu erarbeiten.

UN-Generalsekretär António Guterres betonte, dass Frauen gemäß Untersuchungen in den Missionen einen positiven Einfluss auf die Friedenssicherung ausübten. Auch setzten sie sich für den Schutz schwacher und bedürftiger Menschen ein. Die Friedensmissionen sind laut Guterres das "Gesicht" der UN. Schon deshalb müssten mehr Frauen die Uniform der Vereinten Nationen tragen, verlangte der Generalsekretär.

Laut den UN betrug der Anteil der Frauen unter den Blauhelmsoldaten 2017 nur drei Prozent. Rund zehn Prozent aller Militärpolizisten waren den Angaben zufolge Frauen.

In den 14 aktuellen Friedensmissionen der UN dienen nach Angaben der Weltorganisation mehr als 100.000 Soldaten, Militärbeobachter und Polizisten. Allein in Afrika sind sieben Missionen stationiert, darunter die Monusco mit mehr als 18.000 Uniformierten in der krisengeschüttelten Demokratischen Republik Kongo.

Deutschland hat im April die Präsidentschaft im UN-Sicherheitsrat inne. Ein Ziel der Bundesregierung ist es, die Rolle von Frauen bei der Lösung von bewaffneten Konflikten zu stärken.