04.02.2019

Für Frieden. Für Menschenrechte. Für Europa.

Dieter Junker
AGDF

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) ruft gemeinsam mit einem breiten Bündnis von 74 Organisationen und Institutionen aus neun europäischen Ländern im Vorfeld der Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai 2019 zur Rettung des Friedensprojekts Europa auf. Zu den Unterzeichnern des Aufrufs an das Europäische Parlament „Rettet das Friedensprojekt Europa! Für Frieden. Für Menschenrechte. Für Europa“ gehören viele Verbände aus der Friedensbewegung, die Kirchen, kirchliche Organisationen, die Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt sowie die Umweltorganisation Greenpeace.

„Europa brachte nach dem Zweiten Weltkrieg Versöhnung zwischen Feinden. Die Europäische Union wurde so weltweit zum Friedensprojekt mit Vorbildcharakter“, unterstreicht Jan Gildemeister, der Geschäftsführer der AGDF. Darum sei es wichtig, dass die EU Friedensmacht bleibe und in zivile Projekte investiere, nicht aber in den Aufbau einer europäischen Militärmacht, so Gildemeister.

Das Bündnis, dem sich die AGDF angeschlossen hat und dem auch mehrere Mitgliedsorganisationen der AGDF angehören, kritisiert dabei geplante Milliardeninvestitionen der Europäischen Union in Rüstungsforschung und die Militärkooperationen mit Drittstaaten. Die EU dürfe keine Staaten aufrüsten, die Krieg führen oder Menschenrechte verletzen. Die Förderung des Friedens und der Menschenrechte dürfe nicht der Abwehr von Flucht und Migration zum Opfer fallen. Angesichts der großen Zahl gewaltsamer Konflikte fordern die Unterzeichner, die EU müsse mehr in die gewaltfreie Konfliktbearbeitung investieren.

Bis zur Wahl des Europäischen Parlaments am 23. bis 26. Mai 2019 sind alle Menschen in der Europäischen Union aufgerufen, den Aufruf unter www.rettetdasfriedensprojekt.euzu unterzeichnen, betont das Bündnis. „Wir sind überzeugt, dass die Europäische Union die Herzen ihrer Bürgerinnen und Bürger nur als Friedensprojekt und nicht als Militärmacht gewinnen wird“, zitiert AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister aus dem Aufruf.

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