01.09.2018

Die AGDF feiert ihr 50-jähriges Bestehen

Dieter Junker
AGDF
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Logo zum AGDF-Jubiläum.

1968. Es war ein Jahr der Auf- und Umbrüche. Die Studentenrevolte in Westeuropa sorgte für gesellschaftliche Diskussionen, in der Tschechoslowakei wurde der „Prager Frühling“ von Panzern des Warschauer Paktes niedergewalzt, der Vietnam-Krieg bestimmte die außenpolitischen Debatten. In dieser aufgewühlten und ereignisreichen Zeit wurde im Dezember 1968 die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) gegründet. 

Ziel war es, den christlichen Friedensdiensten eine nachhaltige und effiziente Struktur zu geben sowie ihre Wahrnehmung in Politik, Kirche und Gesellschaft zu verstärken. Und die AGDF entwickelte sich rasch zu einer deutlich vernehmbaren Stimme in Kirche und Gesellschaft, sie gewann Bedeutung in der deutschen Friedensbewegung. Die AGDF gehörte zu den Organisatoren der Großdemonstration der Friedensbewegung von 1981 in Bonn. Und die AGDF hat maßgeblich die Entwicklung internationaler Freiwilligendienste wie auch der Friedensdienste mit geprägt und gestaltet. Nach Ende des Kalten Krieges beteiligte sich die AGDF aktiv an der Konzeption einer professionellen Friedensarbeit, die in die Gründung des Zivilen Friedensdienstes mündete. „Seit 50 Jahren zeigt die AGDF, dass es gewaltfreie Alternativen zu militärischen Mitteln gibt“, unterstreicht die AGDF-Vorsitzende Christine Busch. 

Dieses Jubiläum will die AGDF in diesem und im kommenden Jahr feiern. Mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen. Den Auftakt bildet ein Empfang am 28. September 2018 in Bonn im Haus der evangelischen Kirche mit der Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bundesministerin a. D. Irmgard Schwaetzer, und dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Stefan Zierke, MdB. Weitere Grußworte sprechen Professor Dr. Conrad Schetter vom Bonn International Center for Conversion, dann Joachim Deile von Brot für die Welt sowie Jannis Gebken, der Vorsitzende von ICJA Freiwilligenaustausch weltweit. Der Empfang beginnt um 18 Uhr. 

Bereits vorher lädt die AGDF um 17 Uhr zu einem Gottesdienst in die Krypta der evangelischen Kreuzkirche in unmittelbarer Nähe zur Hofgartenwiese ein. Die Predigt hält hier die frühere Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter. 

Dieser Empfang ist der Auftakt zu einem Jubiläumsjahr. Am 28./29. März 2019 folgt in Bonn eine Zeitgeschichtliche Tagung „Christliche Friedensarbeit hat Geschichte“, bei der die Erfahrungen von „50 Jahre aktiv für den Frieden“ reflektiert, aber auch auf die aktuelle Situation bezogen werden sollen. 

Am 3./4. Mai 2019 geht es dann weiter mit einer Tagung in Berlin mit Interessierten aus der Friedensbewegung, der ökumenischen Friedensarbeit und der Politik, bei der aktuelle friedenspolitische Herausforderungen diskutiert und Impulse für ein zukünftiges Friedensengagement gegeben werden soll. 

Neben diesen zentralen Veranstaltungen werden die 31 Mitgliedsorganisationen der AGDF im Laufe des Jubiläumsjahres 50 Veranstaltungen anbieten, die die Bandbreite der Friedensarbeit der AGDF und ihrer Mitgliedsorganisationen dezentral an unterschiedlichen Orten in Deutschland zeigen werden.